So kommen Lehrer & Pädagogen gesund durch den Alltag

In der Ruhe liegt die Kraft!

Der Alltag von Lehrern und Pädagogen ist heute geprägt von Arbeitsverdichtung, ständiger Erreichbarkeit und vielseitigen Anforderungen. Nicht selten folgen vollgestopfte Pausen auf anstrengende Unterrichtseinheiten, drängt die Zeit, wenn eigentlich Muße gefragt ist, werden Ressourcen halbiert, wo sie eigentlich hätten verdoppelt werden müssten.

Innere Unruhe und Stressgefühle machen auf Dauer krank. Bildungsaufbau braucht Zeit und keine Hetze. Zeit, um guten Unterricht und wirkungsvolles Lernen zu ermöglichen, um allen Kindern und Schülern gerecht zu werden und ein einfühlsamer Ansprechpartner für Kollegen, Kinder und Eltern zu sein. Insbesondere in der sonderpädagogischen Förderung benötigen Sie eine besonders hohe physische und psychische Stabilität, um die erforderliche Selbstverantwortung für seelische und körperliche Gesundheit übernehmen zu können.

Damit Sie gelassen und entspannt all diesen Herausforderungen begegnen können, haben wir brandneue Ratgeber und einige Tipps für Sie zusammengestellt. Entdecken Sie jetzt, wie Sie im Schulalltag Achtsamkeit praktizieren, mit einer guten Kommunikation Konflikten vorbeugen und gesund bleiben. Denn nur so können Sie Ihr Bestes geben - für Ihre Schüler, für Ihre Karriere und für sich selbst.

Achtsamkeitsübungen für Sie
Gesund bleiben, Resilienz stärken und Stress erfolgreich managen
Weitere Ratgeber

Weitere Tipps für einen entspannten Lehrer- & Pädagogenalltag:

Selbstorganisation und Transparenz

Zunächst heißt es, das eigene Selbstmanagement zu optimieren. Eine strukturierte Vorbereitung hilft, nicht ständig ins Schleudern zu geraten und zu schnell umdenken zu müssen. Medien und Materialien sollten geordnet und griffbereit, der Unterricht und Tag gut vorbereitet sein. Manchem hilft eine detaillierte Handlungsplanung für den Tages- oder Wochenablauf mit anstehenden Aufgaben. Das gibt eine gute Übersicht und innere Ruhe.

Niemand muss allein sein. Mit Sicherheit geht es mehreren Kollegen so, dass sie der Alltag stresst. Transparenz der Arbeit innerhalb des Kollegiums ist eine hilfreiche Basis. Damit ist nicht das persönliche Leiden gemeint, das es zu beklagen gilt, sondern der effektive Austausch der Kollegen einzelner Stufen über Lehrinhalte, Maßnahmen im Umgang mit schwierigen Schülern und Kindern oder allgemeine Informationen. Sich gegenseitig unterstützen, helfen und eine Lösung für den Zeitdruck suchen, ist ein gutes gemeinsames Ziel.

Weniger Druck in 90 Minuten

Wir alle beklagen die mangelnde Zeit, aber bauen im Unterricht selbst immer wieder Zeitdruck auf. Gelassenheit ist gefragt. Lassen Sie sich und den Kindern bzw. Schülern ein wenig mehr Zeit in der Beantwortung von Fragen. Nicht auf Schnelligkeit kommt es an, sondern auf Wissen. Disziplin und standardisiertes Vorgehen passen schlichtweg nicht mehr in unsere Zeit und in den Alltag. In punkto flexible Zeitgestaltung und Profilentwicklung haben die Schüler andere Vorstellungen. Wie wäre es also, die Spiel- und Unterrichtsstunden auf 90 Minuten zu verlängern? Das kann helfen, ein sinnvolles und entspannteres Zusammenarbeiten zu erzielen und die Schüler zu selbstständigerem Arbeiten hinzuführen.

90-Minuten-Unterricht ist auch eine gute Voraussetzung für das Lehrerraumsystem, das enorm bei der Entschleunigung hilft. Jeder Lehrer hat dabei einen festen Raum, in dem er alle seine Materialien und Unterlagen einordnen kann. Nun müssen die Lehrer nicht von einem Klassenraum zum nächsten hetzen, sondern die Schüler gehen geschlossen zu ihrem entsprechenden Lehrer und dem Raum. Bei diesem System haben die Schüler zwischen den verschiedenen Fachstunden Bewegung durch den Klassenwechsel und die Lehrer gewinnen Zeit für die Vorbereitung sowie für kurze Verschnaufpausen, die sie zur Entspannung nutzen können.

Sich selbst auch mal ins Zentrum rücken

Eine gute Strategie für Entspannung im Alltag ist Achtsamkeitsmeditation. Beim „Red Sign“ beispielsweise baut man sich selbst immer wieder ein kleines Stopp-Signal in den Tag ein. Diese kurze Pause kann man für unterschiedliche Gedankenübungen nutzen, für eine Entspannungsübung oder eine Reflexionsfrage, zum Beispiel: „Was ist mir heute besonders gut gelungen?“ Sobald die kurze Pause vorbei ist, schließen Sie auch den Gedanken ab und verheddern sich nicht in stressigen Gedankenspiralen. Beim „Speed Dating“ gilt es, eine kurze Verabredung mit sich selbst zu treffen. Einmal am Tag an einem strikt festgelegten Termin ziehen Sie sich zwei bis fünf Minuten still und ungestört an einen Ort zurück und machen es sich richtig bequem. Dabei denken Sie an nichts – das ist der schwierige Teil der Übung. Was geht Ihnen dabei spontan durch den Kopf? Die Übung bringt Ruhe und Struktur in den hektischen Tag und gibt einen Anhaltspunkt, ob immer die gleichen Gedanken aufkommen, denen es lohnt nachzuhorchen.

Viele Pädagogen und Lehrer können trotz Ferientagen und relativ freier Zeiteinteilung nicht besonders gut entspannen. Dabei lassen sich gerade die Sommerferien perfekt dazu nutzen, die Reserven wieder aufzufüllen, neue Pläne zu schmieden und konkret zu überlegen, was im nächsten Schuljahr besser laufen könnte. Die freie Zeit in den Ferien bietet Raum für die notwendige Muße, Ideen für mehr Qualität im Unterricht zuzulassen. Moderne Formen von Unterrichtskonzepten können entdeckt werden, es ist Zeit für intensive Gespräche unter Lehrerkollegen. Liegengebliebenes sollte aufgearbeitet werden, damit der Kopf für das nächste Schuljahr frei wird.

Zu guter Letzt: im Privaten entspannen

Richtig und aktiv entspannen ist eine Kunst, die man lernen kann. Der Gewinn von Kraftreserven benötigt die größte Aufmerksamkeit, da sie verschiedenen Überlegungen folgt. Die Bewältigungsstrategien für die Verarbeitung von Belastungssituationen sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Während der eine am liebsten nach der Arbeit einen Mittagsschlaf hält, möchte sich der andere durch einen straffen Waldlauf wieder fit machen. Wieder ein anderer geht seinem Hobby nach und singt, malt oder näht. Auf die eine oder andere Weise führen all diese Tätigkeiten zu individueller Entspannung. Und die hilft am meisten. Wer im Privaten zufrieden und gelassen ist, wertvolle Aufgaben hat und auf sich selbst achtet, schafft es in aller Regel auch, das in den Arbeitsalltag zu transportieren – und nicht auszubrennen.

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