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Wie digitale Medien Lehrkräfte bei der individuellen Förderung unterstützen

Wegen der Corona-Pandemie haben in den vergangenen zwei Schuljahren viele Stunden Präsenzunterricht nicht stattfinden können. Stattdessen unterrichteten die Lehrerinnen und Lehrer über die Distanz. Doch im Fernunterricht war es nicht allen Schülerinnen und Schülern möglich, ihre Kompetenzen auszubauen oder neue Lerninhalte zu erarbeiten. Daher wird es auch im kommenden Schuljahr noch darauf ankommen, entstandene Lernlücken zu schließen.

 Vor allem den Kindern und Jugendlichen, die schon vor der Pandemie und den coronabedingten Schulschließungen mit Lernschwierigkeiten zu kämpfen hatten, wird es schwerer gefallen sein, sich ohne Begleitung durch eine Lehrkraft neue Inhalte zu erschließen. Zudem eigneten sich die häuslichen Bedingungen nicht bei allen Schülerinnen und Schülern zum selbstständigen Lernen. Teils mangelte es an Rückzugsmöglichkeiten, teils an der notwendigen Ausstattung.  In einigen Haushalten fehlte etwa schlicht ein digitales Endgerät oder der Internetzugang, damit sich die Kinder die Unterrichtsmaterialien hätten herunterladen oder an einer Videokonferenz teilnehmen können. 

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Bei Klassenstärken von 25 Kindern und mehr können digitale Medien die notwendige Differenzierung erleichtern

 

Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, im neuen Schuljahr beim individuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler anzusetzen und sie entsprechend zu fördern, um kein Kind zurückzulassen. Bei Klassenstärken von 25 Kindern und mehr können digitale Medien die notwendige Differenzierung erleichtern. Stichwort: individualisiertes Lernen. Schülerinnen und Schüler können auf diese Weise gleichzeitig auf unterschiedlichem Lernniveau und an verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten in ihrem eigenen Lerntempo arbeiten – und zwar mithilfe eines digitalen Endgeräts.

 

Für diesen Zweck eignet sich unter anderem etwa ein onlinezugängliches Lernmanagementsystem wie Moodle, das den Schülerinnen und Schülern eine jeweils eigene per Passwort geschützte Oberfläche zur Verfügung stellt. Diese können Lehrkräfte nutzen, um Arbeitsaufträge und Aufgaben sowie Lernhilfen bereitzustellen, die sich jeweils am Lernstand orientieren. Eine weitere Möglichkeit, den Lernprozess zu personalisieren, bieten intelligente tutorielle Systeme. Im Laufe der Nutzung passen sie das Lernangebot an den individuellen Lernfortschritt des Kindes an. Offene virtuelle Lernumgebungen, wie sie beispielsweise Simulationen darstellen, sprechen den Forschergeist von Schülerinnen und Schülern an. Sie ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, sich interaktiv mit der Lernwelt auseinanderzusetzen und dadurch handelnd neues Wissen zum Lerngegenstand oder bestimmte Fertigkeiten zu erwerben. Die Schülerinnen und Schüler können sowohl an vorgegebenen Problemlösungen arbeiten als auch an selbstgesteckten Zielen. Ebenso eignen sich auch digitale Lernspiele, um individuelle Lernprozesse zu initiieren. Auch sie bieten interaktive Erfahrungen, die Wissens- und Kompetenzzuwachs ermöglichen.

 

Lehrkräfte haben durch die digitale Unterstützung mehr Zeit, auf Fragen einzelner einzugehen

 

Sowohl die leistungsschwächeren als auch die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler profitieren vom personalisierten Lernen mit digitalen Medien. Und die Lehrkraft? Die hat durch die digitale Unterstützung mehr Zeit, auf Fragen einzelner einzugehen.

 

Eine grundlegende Voraussetzung, um personalisiertes Lernen mit digitalen Medien umzusetzen, stellt selbstverständlich die technische Infrastruktur dar – inklusive der digitalen Endgeräte für die Schülerinnen und Schüler. Ist diese gegeben, sollten Lehrerinnen und Lehrer planen, wie sie die individuellen Lerneinheiten in ihr pädagogisches Konzept einfügen können. Entsprechend dem Ausspruch „Pädagogik vor Technik“ gilt es zu hinterfragen, inwiefern diese die Schülerinnen und Schüler unterstützt, die infrage stehenden Lernziele zu erreichen. Kommen bisher unbekannte Medien und Software-Programme zum Einsatz, ist es darüber hinaus sinnvoll, die Kinder und Jugendlichen bewusst an die neuen Medien heranzuführen. Damit das möglich ist, sollten sich Lehrkräfte vorweg die notwendige Zeit nehmen, die Lehrmittel kennenzulernen – in ihrem Tempo.

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