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  • Sommer Blog Der stressigste – und schönste – Job auf der Welt: Schulleitung

Wie Sie Ihr Kollegium fürs nächste Schuljahr motivieren!

Wer eine Schule führt, übernimmt damit Verantwortung auch für das Wohlergehen von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern. Das gilt umso mehr in diesen Zeiten. Denn Gefahren drohen nicht nur durch Corona, sondern auch durch psychische Belastungen. Gefordert sind Eigenschaften, die auch ein Schiffskapitän oder eine Schiffskapitänin in schwerer See zeigen muss.

Fördern Sie den Mannschaftsgeist (beziehungsweise Frauschaftsgeist)!  Im Lehrerinnen- und Lehrerberuf sind viele Einzelkämpfer unterwegs. Unterrichtet wird in der Regel eben allein. Dazu kommt: Die Corona-Krise hat körperlichen Abstand erzwungen, der ein Kollegium auch gedanklich auseinanderbringt. Steuern Sie als Schulleitung gegen!

Studien haben belegt, was sich durch Alltagserfahrung leicht nachvollziehen lässt: Je dichter das kollegiale Netz ist, desto gesünder ist das Kollegium. Das gilt in den auch psychisch enorm belastenden Corona-Zeiten umso mehr! Ob Schulleiterinnen oder Schulleiter dafür Jahrgangsteams einrichten oder Fachteams bilden, die an gemeinsamen Zielen arbeiten, oder ob sie Möglichkeiten zu gemeinsamen Videokonferenzen oder persönlichen Meetings schaffen – die Möglichkeiten sind vielfältig, müssen aber über einen unverbindlichen Appell für mehr Teamwork hinausgehen. 

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Sie als Schulleitung können nicht alles allein machen – schon gar nicht die Fülle an Aufgaben bewältigen, die derzeit auf Ihre Schule zukommt

Geben Sie Feedback an Ihr Kollegium! Grundsätzlich gilt: Kumpel-Typen gelten als nett, sind aber als Chefs – das zeigen Umfragen unter Beschäftigten in der Wirtschaft – nicht sonderlich beliebt. Mitarbeiter (und das gilt auch für Lehrkräfte) möchten vom Vorgesetzten ein ehrliches, kritisches Feedback. Das kann manchmal auch unangenehm ausfallen. Wenn es aber sachlich begründet wird und in Ausdruck und Ton wertschätzend wirkt, verfehlt es seine positive Wirkung nicht. Umso erfreuter wird dann auch ein echtes Lob aufgenommen.

In der aktuellen Krise bedeutet das: Seien Sie Kapitänin oder Kapitän des Passagierschiffs Schule – und artikulieren Sie deutlich, was geht und was nicht geht. Übrigens auch nach oben gegenüber dem Schulträger und der Schulaufsicht. Was für Ihre Lehrkräfte gilt, muss natürlich für Sie selbst gelten: Eine gute Schulleitung fordert ihr Kollegium dazu auf, auch sie kritisch zu beurteilen. Delegieren Sie – richtig! Sie als Schulleitung können nicht alles allein machen – schon gar nicht die Fülle an Aufgaben bewältigen, die derzeit auf Ihre Schule zukommt. Geben Sie Aufgaben und Verantwortung ab. Begleiten Sie die Schritte mit regelmäßigen, im Vorfeld vereinbarten Bestandsaufnahmen. Definieren Sie Zwischenstopps. Halten Sie aber unbedingt bis zum nächsten offiziellen Check still. Kontrollieren Sie nicht, wenn Ihnen danach ist. Unterstützen Sie, wenn Sie darum gebeten werden, aber nehmen Sie den Kollegen nicht die Aufgaben wieder aus den Händen.

Die Corona-Krise ist keine Kurzstrecke, sondern eine längere Reise – mindestens noch über das neue Schuljahr hinweg

Und wenn etwas schief geht: Stellen Sie sich stets vor Ihre Lehrkräfte. Schützen Sie Ihr Kollegium vor dem Druck, der von der Politik und von Elternseite kommt – so gut es eben geht. Jedem ist klar, dass Ihnen als Schulleitung Grenzen gesetzt sind.  Wichtig ist das Bewusstsein: Die Corona-Krise ist keine Kurzstrecke, sondern eine längere Reise – mindestens noch über das neue Schuljahr hinweg. Gehen Sie also sparsam mit Ihren Kräften um.

Auf Schulleitungen lastet ein hoher Druck, das Corona-Geschehen in möglichst positivem Licht darzustellen. Begründet wird der damit, dass keine Panik geschürt werden soll. Tatsache aber ist: Nichts ist mehr geeignet, Unruhe in der (Schul-)Öffentlichkeit zu verbreiten als Intransparenz. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, die keine Informationen bekommen, beginnen zu mutmaßen. Gerüchte kommen auf und machen die Runde. Schulleitungen sollten deshalb offen sein gegenüber den am Schulleben Beteiligten. Das bedeutet in der Praxis: Sie sollten Eltern- und Schülervertreter aktiv mit einbeziehen. Das Ergebnis: Vertrauen. Das ist die Grundlage, mit der eine Schulleitung das „Schiff“ Schule auch durch schwere Zeiten bringt.

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