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Spielerisch im Unterricht – wie wäre es mal mit ein wenig Auflockerung?

Homeschooling mag mitunter funktioniert haben. Spaß macht das Alleinlernen aber nicht. Der Präsenzunterricht bietet hingegen viele Möglichkeiten, die Freude am Lernen wieder zu wecken.

Um Kindern die Angst vorCorona zu nehmen, dazu gehört auch eine Portion Spaß. Nachrichten über das Coronavirus, so wichtig sie sind, müssen mal Sendepause haben. Gemeinsam lachen und sich verbunden fühlen – das sind schöne Momente, die Kindern (und auch ihren Lehrerinnen und Lehrern) die Kraft geben, sich dann wieder dem Lernen unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie zu widmen. Der schnellste Weg dahin: ein Spiel, mit dem sich der Unterricht auflockern lässt.

Spiele im Unterricht erfüllen wichtige Funktionen

Spiele im Unterricht erfüllen aber auch wichtige Funktionen, die helfen, die besonderen Herausforderungen, vor denen Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler in Corona-Zeiten stehen, zu meistern. Ein gelungenes Spiel versetzt die Spielenden in eine positive Gefühlslage; es macht glücklich und verbindet miteinander. Mit den Menschen, mit denen wir schöne Stunden beim Spielen verbracht habe, fühlen wir uns verbunden. Spiele fördern die Integrationsfähigkeit und das Einfühlungsvermögen. Diese Fähigkeiten, die wir benötigen, um Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen, gehören zu den wichtigsten sozialen Kompetenzen – und sie sind besonders wichtig in Zeiten, in denen allerorten auf Abstand geachtet werden muss.

Darüber hinaus fördern Spiele die Einsicht, dass Regeln für das soziale Miteinander unerlässlich sind. Ein Gesellschaftsspiel funktioniert nur, wenn jeder dieRegeln kennt und sich daran hält. Wer hingegen macht, was er will, sprengt das gemeinsame Spiel. Regeln erscheinen Schülerinnen und Schülern dann also nicht mehr als Einschränkung, sondern als sinnvolle Voraussetzung, um gemeinsam ein Ziel (Spaß haben) zu erreichen – die Erkenntnis kann zweifellos helfen, Verständnis auch für die Hygieneregeln zu wecken, die wir alle einzuhalten haben.

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Ein spielerisches Gesprächsritual hat sich in der Praxis bewährt

Spiele können auch die Kommunikationsfähigkeit fördern – und, mehr noch, den Rahmen dafür bieten, dass Schülerinnen und Schüler das Erlebte in der Krise besser verarbeiten können. Ein spielerisches Gesprächsritual hat sich in der Praxis bewährt. Das Prinzip ist einfach: Die Gruppe sitzt im Kreis, und ein Gegenstand (ein Stein) wandert von einem zum anderen. Wer den Gegenstand bekommt, darf sprechen. Worüber, das ist Vereinbarungssache: Über das, was wir tun werden, wenn die Krise vorbei ist. Über das, was wir während der Pandemie auch an Positivem erlebt haben. Was uns freut, was uns ärgert…

Zum Auflockern lässt sich der Gesprächskreis auch mit lustigem Nonsens füllen: Statt mit der bekannten „stillen Post“ mit einer „etwas lauteren Post“ (eben mit Abstand), bei der eine Geschichte reihum so weiter erzählt muss, wie sie verstanden wurde. Der Aussender löst am Ende dann auf, was er losgeschickt hat – und was bei ihm wieder angekommen ist. Wer das Durcheinander – und den Spaß – vergrößern will, schickt auf die Art gleich zwei kurze Geschichten auf die Reise, eine linksherum und eine rechtsherum.

Bewegungsspiele helfen, wenn’s im Unterricht unruhig wird

Bewegungsspiele können helfen, motorisch unruhige Schülerinnen und Schüler zu beruhigen. Hüpfspiele wie „Himmel und Hölle“, für das mit Kreide auf den Schulhof nummerierte Felder gezeichnet werden, lassen sich gut auch mit der Abstandsregel vereinbaren. Als Indoor-Variante: Je drei A4-Papierbögen mit Hand- oder Fußsymbol in beliebig vielen Reihen hintereinanderlegen und festkleben – so, dass das hüpfende Kind entsprechend der Symbole mit Händen und Füßen dann auf dem Papier landen muss. Spaß, der Corona für den Moment vergessen lässt, ist dabei garantiert.

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